Auszug aus der Broschure zum KreisEntwicklungsKonzept 2016 bis 2025
(Bereich Rettungsdienst, Brand-Katastrophenschutz)
Der Landkreis Gifhorn – …natürlich stark!
Das komplette Exemlar steht ihnen zum Download hier bereit

Der Bereich Bevölkerungsschutz
Bevölkerungsschutz hat eine hohe Bedeutung im  Landkreis Gifhorn. Dieser Schutz der Bevölkerung wird durch engagierte ehrenamtliche Tätige aus vielen verschiedenen Hilfsorganisationen sowie durch hauptamtliche Mitarbeiter des Landkreises und anderen gewährleistet.
Diese Verzahnung von Ehrenamt und Hauptamt ist ein besonderes Merkmal und der Erfolgsgarant unseres Hilfeleistungssystems. Beim Landkreis Gifhorn ist die Abteilung 3.1 für die Bereiche Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz zuständig. Erklärtes Ziel ist es, das Sicherheitsniveau im Bereich des Bevölkerungsschutzes aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln.

Brandschutz
Dem Landkreis obliegen hier u.a. die übergemeindlichen Aufgaben des abwehrenden Brandschutzes wie die Einrichtung und Unterhaltung der Feuerwehrtechnischen Zentrale als Serviceeinrichtung des Landkreises Gifhorn für die kreisangehörigen Feuerwehren. Dort werden technische Lehrgänge für Sprechfunker, Maschinisten und Atemschutzgeräteträger durchgeführt und feuerwehrtechnische Geräte, wie Schläuche, Atemschutzgeräte, Chemikalienschutzanzüge und Pumpen, geprüft, gewartet und gepflegt.

Katastrophenschutz
Um für einen Katastrophenfall gewappnet zu sein, werden durch den Landkreis Gifhorn umfangreiche organisatorische Maßnahmen getroffen. Hierzu gehören u.a. die Erfassung von Gefahrenpotentialen, die Erstellung eine Katastrophenschutzplanes, die Aufstellung eines KatS-Stabes, die Ausbildung des Stabspersonals, die Durchführung von Kats-Übungen und die Organisation der Zusammenarbeit mit den kreisangehörigen Kommunen, den Nachbarlandkreisen, Hilfsorganisationen, Polizei, Bundeswehr und anderen Stellen, die im Katastrophenfall von Bedeutung sind.

Rettungsdienst
Für eine flächendeckende und bedarfsgerechte Versorgung der Bevölkerung bei lebensbedrohlichen Verletzungen und Erkrankungen (Notfallrettung) sowie der Beförderung sonstiger Kranker oder Hilfebedürftiger (qualifizierter Krankentransport) sind  diverse Träger im Landkreis mit der Durchführung dieser Aufgaben beauftragt. Dazu gehört auch eine Kooperation mit benachbarten Landkreisen und Städten, um eine schnellere Versorgung von Teilen des Rettungsdienstbereiches zu gewährleisten. Der Betrieb der Rettungsleitstelle sowie die Abrechnung der Rettungsdienstleistungen werden vom Landkreis Gifhorn in eigener Zuständigkeit durchgeführt.

Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle
Die integrierte Leitstelle ist die zentrale Anlaufstelle für sämtliche Einsätze der Feuerwehren, der Rettungswagen und des Notarztes und gewährleistet die gezielte Alarmierung und Führung aller im öffentlichen Rettungsdienst und für den Brandschutz sowie für die Hilfeleistung tätigen Fahrzeuge und Einsatzkräfte – und das an 365 Tagen im Jahr bei Tag und Nacht! Zudem organisiert die Leitstelle anfallende qualifizierte Krankentransporte und fungiert als Ansprechpartner außerhalb der Öffnungszeiten der Kreisverwaltung und leitet Hilfeersuchen an die Bereitschaftsdienste der Abteilungen des Landkreises weiter.

Leitstellenverbund
Mit einer Vernetzung der Leitstellen zwischen den Landkreisen Celle, Uelzen und Lüchow-Dannenberg als Leitstellenverbund wird künftig ein höheres Maß an Sicherheit gewährleistet. Dabei bleiben die Leitstellen mit ihrer guten Ortskenntnis und den engen Verbindungen zu den Freiwilligen Feuerwehren, dem Rettungsdienst und den Einrichtungen des Katastrophenschutzes vor Ort erhalten, zum anderen können die Leitstellen in Zukunft aber auch Notrufe der anderen Partnerleitstellen entgegennehmen und so eine unverzügliche Entgegennahme von Hilfeersuchen auch in Spitzenzeiten gewährleisten. Die Inbetriebnahme des Verbundes ist für das Jahr 2017 geplant.

Digitale Alarmierung
Mit einem digitalen Alarmierungsnetz für die Einsatzkräfte wurde der analoge Meldeempfänger – besser bekannt als „Pieper“ – abgelöst und durch digitale leistungsstarke Melder ersetzt. Der Aufbau eines eigenen digitalen Alarmierungsnetzes ging mit der bundesweiten Einführung des Digitalfunks einher. Der Landkreis Gifhorn hat damit in eine wegweisende Technologie zur Verbesserung der Kommunikation im Rettungswesen, Brand- und Katastrophenschutz investiert.

Bevölkerungsschutz im Kreisentwicklungskonzept
Wie auch in anderen Bereichen werden die Aufgaben des Bevölkerungsschutzes mit zunehmenden technischen Möglichkeiten und einem stetig steigenden Sicherheitsbedürfnis fortwährend anspruchsvoller. Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, wurden für das Kreisentwicklungskonzept des Landkreises Gifhorn konkrete Ziele, die sich an den beschriebenen Komponenten des Bevölkerungsschutzes orientieren, formuliert.
Im Bereich Brandschutz soll ein Konzept zur Neuausrichtung der Kreisfeuerwehrführung erstellt werden und mit  einem System zur elektronischen Dokumentation und Datenverarbeitung der Einsätze im Rettungsdienst wird eine Verbesserung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität im Rettungsdienst erwartet.
Parallel zur Neuausrichtung im Bereich Brandschutz ist  die Neuausrichtung des Katastrophenschutzes mit Erstellung und Umsetzung eines neuen Personalgewinnungskonzepts, der Überarbeitung des Ausbildungskonzepts sowie der Fortschreibung des bestehenden Katastrophenschutzplanes geplant.
Die Feuerwehreinsatz- und Rettungsleitstelle des Landkreises Gifhorn ist nach Definition des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) eine kritische Infrastruktur (KRITIS), die eines besonderen Sicherheitskonzeptes bedarf. Die Anforderung des BSI wurde als Ziel in das Kreisentwicklungskonzept aufgenommen.
In der Feuerwehrtechnischen Zentrale als Serviceeinrichtung des Landkreises Gifhorn für die kreisangehörigen Feuerwehren soll eine Organisationsuntersuchung durchgeführt werden mit dem Ziel, die aufgabengerechte Bemessung der notwendigen personellen Ausstattung in der FTZ sowie die Definition zukünftiger Arbeits- und Dienstleistungsstandards festzulegen.