Landesausschuss „Rettungsdienst“ nach § 13 NRettDG;

Disposition von Rettungsmitteln bei Schul- und Arbeitsunfällen

Gemäß § 8 der Geschäftsordnung des Landesausschusses „Rettungsdienst“ werden die vom Landesausschuss beschlossenen Empfehlungen zur Disposition von Rettungsmitteln bei Schul- und Arbeitsunfällen bekannt gemacht (Anlage).


Anlage
Disposition von Rettungsmitteln bei Schul- und Arbeitsunfällen Bei der Anforderung von Rettungsmitteln aufgrund von Schul und Arbeitsunfällen über die Rettungsleitstellen kommt es häufiger zu Aussagen der Anruferinnen und Anrufer, dass sie von der Schul- bzw. Firmenleitung angehalten seien, bei jeglicher Art und Schwere der Verletzungen auf die Entsendung eines (Notfall-) Rettungsmittels zu bestehen. Hintergrund sei eine entsprechende Forderung der zuständigen gesetzlichen Unfallversicherungen.

Die Arbeitsgruppe Strategie und Finanzen des Landesausschusses „Rettungsdienst“ hat sich in mehreren Sitzungen mit dieser Thematik befasst und dazu Stellungnahmen des Landesverbandes Niedersachsen der deutschen gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) und der Gemeindeunfallversicherung berücksichtigt.

Als Ergebnis ist zusammenzufassen:
Seitens der gesetzlichen Unfallversicherer besteht weder eine Forderung noch ein Interesse, dass für die Disposition durch die Rettungsleitstellen bei Schul- und Arbeitsunfällen andere Grundsätze gelten als bei anderen Unfällen. Daher hat die Disposition von Rettungsmitteln nach identischen Kriterien zu erfolgen, und es kann auch sachgerecht sein, dass Disponentinnen und Disponenten bei Bagatellverletzungen und solchen, die weder die Mobilität der oder des Verletzten einschränken noch das Risiko einer zusätzlichen gesundheitlichen Gefährdung bedeuten, auf einen von der Schule oder vom Unfallbetrieb selbst zu organisierenden Transport (Taxi, Privat-Pkw) zur ärztlichen Versorgung verweisen. Die Kosten für einen Taxi- oder Mietwagentransport werden durch die zuständigeUnfallversicherung erstattet.
Auf den Internetseiten der jeweils zuständigen Unfallversicherungsträger können Formblätter heruntergeladen werden,

z. B. http://www.guv-oldenburg.de/fileadmin/user_upload/guv_OL/service/downloads/E_1301_Taxischein_Formular_neu.pdf


Hier ist ebenfalls die Übernahme der Fahrtkosten für einen Rücktransport einer erforderlichen Begleitperson eingeschlossen. Auch die anderen Träger der gesetzlichen Unfallversicherungen nutzen solche oder ähnliche Verfahren.