Funktionsweise

Unter dieser Rufnummer ist eine Leitstelle zu erreichen, die je nach Notfall die zuständigen Organisationen wie Polizei, Rettungsdienst oder Feuerwehr alarmiert. Die Leitstellen sollen in der Lage sein, Notrufe in verschiedenen Sprachen bearbeiten zu können.

Länder

In Europa gilt der Euronotruf in allen Mitgliedsstaaten der EU, in Andorra, Bosnien und Herzegowina, Island, Kasachstan, Liechtenstein, Mazedonien, Monaco, Montenegro, Norwegen, Russland, San Marino, der Schweiz, Serbien, der Türkei, der Ukraine und in der Vatikanstadt.

Weiter findet die Notrufnummer in einigen asiatischen Ländern wie Israel und afrikanischen Ländern wie Simbabwe und teilweise in Südafrika Anwendung. In Kanada und den Vereinigten Staaten wird beim Wählen der 112 der Anruf auf 911 weitergeleitet. Auch einige lateinamerikanische Länder kennen die 112, zum Beispiel Costa Rica. Darüber hinaus wird sie auch in Ländern des pazifischen Raumes verwendet, wie beispielsweise in Vanuatu und in Neuseeland.
Neben dem Euronotruf können nationale Notrufnummern weiterhin gültig sein.

Besonderheiten bei der Handybenutzung

Anfangs war bei einem Mobiltelefon der Euronotruf meist ohne eingelegte SIM-Karte, Eingabe des PIN-Codes oder Aufhebung der Tastensperre wählbar. Wegen häufigen Notrufmissbrauchs muss in den GSM-Netzen von Belgien, Bulgarien, Kroatien, Frankreich, Rumänien, der Schweiz, Slowenien und Großbritannien eine SIM-Karte eingelegt sein. Auch in Deutschland ist durch die Verordnung über Notrufverbindungen[6] das Herstellen von Notrufverbindungen ohne betriebsbereite SIM-Karte seit dem 1. Juli 2009 nicht mehr möglich. Hat das Mobiltelefon keinen Empfang im Netz der eigenen SIM-Karte, wird automatisch über ein fremdes Netz vermittelt. Ein solcher Notruf hat im Mobilfunknetz Priorität, nötigenfalls wird eine andere Verbindung getrennt. Diese Priorisierung gilt für andere Notrufnummern meist nicht, wie beispielsweise für die Polizeirufnummer 110 in Deutschland.